Kaffee und Tee gehören für einen Großteil der Bevölkerung zum täglichen Konsum und werden von Konsument:innen längst als Grundnahrungsmittel wahrgenommen. Gerade in Österreich kommt dem Kaffee zudem eine besondere kulturelle und soziale Bedeutung zu – im privaten Alltag ebenso wie in Kaffeehäusern.
„Kaffee und Tee sind fixer Bestandteil des täglichen Lebens. Wenn Grundnahrungsmittel steuerlich entlastet werden, muss diese Realität berücksichtigt werden“, sagt Mag.a Tina Antonius, Geschäftsführerin des Verbands.
Derzeit unterliegen Kaffee und Tee dem regulären Mehrwertsteuersatz von 20 Prozent – im Gegensatz zu vielen anderen Lebensmitteln des täglichen Bedarfs. Gleichzeitig stehen die
Preise entlang der gesamten Wertschöpfungskette massiv unter Druck. Die Preise für Rohkaffee haben sich in den vergangenen Jahren aufgrund des Klimawandels und der steigenden globalen Nachfrage vervielfacht. Diese Entwicklung gilt als strukturell und nicht als kurzfristiges Marktphänomen.
„Eine steuerliche Entlastung würde helfen, die zunehmenden Kosten zumindest teilweise abzufedern – für Konsument:innen ebenso wie für die Gastronomie“, so Antonius. Ziel müsse es sein, den Zugang zu Kaffee und Tee leistbar zu halten und Preissteigerungen nicht weiter anzuheizen.
Der Österreichische Kaffee- und Tee-Verband appelliert daher an die Bundesregierung, Kaffee und Tee in den Warenkorb der Mehrwertsteuersenkung aufzunehmen. Eine entsprechende Anpassung im Einzelhandel und in der Gastronomie würde nicht nur Haushalte entlasten, sondern auch eine zentrale Facette österreichischer Alltags- und Genusskultur sichern.