ÖWM Marketingtag setzte Impulse für Weinwirtschaft

Beim diesjährigen Marketingtag der Österreich Wein Marketing GmbH (ÖWM) standen Herausforderungen und Trends der Weinwirtschaft ebenso im Fokus wie konkrete Lösungsansätze für heimische Betriebe. Nationale und internationale Expert*innen zeigten bei dem Online-Event, wie österreichischer Wein auf veränderte Märkte reagieren kann – von digitaler Kommunikation bis zu Export und Weintourismus. Auch die ÖWM präsentierte ihre Maßnahmen für 2026, darunter zwei große Kampagnen im Inland.

Mehrere hundert Teilnehmer*innen aus der österreichischen Weinbranche nutzten die Gelegenheit, sich am Marketingtag über aktuelle Trends, Herausforderungen und konkrete Marketing- und Absatzansätze zu informieren.

„Es ist aktuell wichtiger denn je, die Marktentwicklungen im Detail zu verstehen und die richtigen Maßnahmen zu treffen. Mit dem Marketingtag wollen wir unseren Winzer*innen daher Orientierung und konkrete Handlungsempfehlungen geben, um gemeinsam die Wettbewerbsfähigkeit des österreichischen Weins zu sichern“, erklärt ÖWM Geschäftsführer Chris Yorke.#

Erfolgsfaktoren in schwierigen Zeiten

Einen analytischen Blick auf die internationale Lage warf die renommierte Weinmarkt-Expertin Simone Loose von der Hochschule Geisenheim. Weltweit stünden Weingüter und Vermarktungsorganisationen durch Kostensteigerungen, ein verändertes Konsumverhalten und wirtschaftliche Unsicherheiten vor großen Herausforderungen. Gleichzeitig zeigte Loose auf, dass klare Positionierung, die Erschließung neuer Märkte, Zielgruppenfokus und Anpassungsfähigkeit entscheidende Erfolgsfaktoren bleiben – gerade in schwierigen Zeiten.

ÖWM Schwerpunkte 2026: Kampagnen und VieVinum

Welche Antworten die ÖWM auf diese Entwicklungen gibt, präsentierte sie mit einem Ausblick auf ihre Aktivitäten 2026. Auf dem Heimmarkt liegt ein Schwerpunkt auf zwei breit angelegten Kampagnen: Mit einer großen Werbekampagne für die rot-weiß-rote Banderole wird die Nachfrage nach österreichischem Qualitätswein gestärkt. Parallel spricht die junge Marke rot weiss rosé gezielt Konsument*innen zwischen 20 und 35 Jahren an und eröffnet neue Zugänge zum heimischen Wein.

Bei den Exportmaßnahmen legt die ÖWM den Fokus auf die Weinmesse VieVinum, die 2026 erneut zur zentralen Plattform für den österreichischen Wein wird. Die ÖWM wird rund 1.000 internationale Fachgäste zur Messe bringen, um den Export österreichischer Weine zu forcieren.

Digitale Innovationen im Fokus – Social-Media-Star gab Tipps

Ein weiterer Schwerpunkt des Marketingtags lag auf digitalen Innovationen und zeitgemäßer Kommunikation. Die Kanadierin Cokie Ponikvar, Social-Media-Star der Weinbranche mit über 500.000 Followerinnen, zeigte, wie Weingüter mit Authentizität und Storytelling auf Plattformen wie Instagram junge Kundinnen ansprechen können. Für digitale Einsteigerinnen gab Veronika Geyer einen Einblick in die Basics des Online Marketings. Sie zeigte, wie Betriebe digitale Kanäle strategisch nutzen können, um neue Zielgruppen anzusprechen und bestehende Kundinnen langfristig zu binden.

Praxisnahe Tipps für Export, Heurigen und Weintourismus

Darüber hinaus bot das Programm zahlreiche praxisnahe Impulse für Weingüter mit unterschiedlichen Vertriebsstrategien. In kompakten Beiträgen erhielten die Teilnehmer*innen konkrete Anregungen zum Export in einem zunehmend herausfordernden internationalen Umfeld. Weitere Schwerpunkte lagen auf erfolgreichen Geschäftsmodellen von Heurigenbetrieben sowie auf aktuellen Entwicklungen und Best-Practice-Beispielen im Weintourismus.

Zukunft des österreichischen Weins sichern

Yorke resümiert: „Der heurige Marketingtag hat deutlich gemacht: Die Weinwelt befindet sich im Wandel. Gleichzeitig gibt es zahlreiche Ansatzpunkte, um die Zukunft des österreichischen Weins zu sichern. Dazu zählen Innovation, die Erschließung neuer Märkte und Zielgruppen sowie der Fokus auf die eigenen Stärken – insbesondere unsere frischen, hochwertigen und umweltbewusst produzierten Weine, die genau den Geschmack unserer Zeit treffen.

www.oesterreichwein.at