Škoda Elroq und Enyaq erhalten Modelljahres-Updates
Zu den Neuerungen gehören neue Simply Clever-Lösungen, digitale Funktionen und verbesserte Assistenzsysteme

Zu den Neuerungen gehören neue Simply Clever-Lösungen, digitale Funktionen und verbesserte Assistenzsysteme
Die Škoda Elektro-Modellreihen Elroq und Enyaq sind bei den Kunden sehr beliebt und belegten 2025 den zweiten bzw. siebten Platz unter den meistverkauften Elektrofahrzeugen Europas. Auf diesem Erfolg aufbauend führt Škoda Auto Aktualisierungen für beide Modelle ein, deren Markteinführung für Mitte 2026 geplant ist.
Im Jahr 2025 war der Škoda Elroq mit mehr als 95.300 Auslieferungen das zweitmeistverkaufte Elektrofahrzeug Europas und führte die BEV-Verkaufszahlen im April, Juli und Oktober an. Außerdem wurde er das ‚German Car of the Year‘ 2026 (GCOTY 2026) und belegte den zweiten Platz bei der Wahl zum ‚European Car of The Year‘ 2026. In Österreich erhielt der Elroq zudem den „Großen Österreichischen Automobil-Preis 2025“ des ARBÖ. Der Elroq ist Marktführer bei Elektrofahrzeugen in der Tschechischen Republik, Dänemark, den Niederlanden sowie der Slowakei und gehört in Österreich, Finnland und der Schweiz zu den drei meistverkauften Elektrofahrzeugen. Der größere Enyaq war 2025 mit mehr als 79.600 ausgelieferten Fahrzeugen das siebtmeistverkaufte Elektrofahrzeug in Europa.
Für das kommende Modelljahr erhalten die Modelle Elroq und Enyaq ein überarbeitetes, Android-basiertes Infotainment-System. Dieses bietet eine neue Optik, einen neu gestalteten Startbildschirm, ein Rasterlayout, eine Favoriten- und eine Suchfunktion sowie erweiterte Personalisierungsoptionen für ein verbessertes, intuitiveres Erlebnis. Das Infotainment-Konzept der nächsten Generation ist Teil einer überarbeiteten Bordplattform, die mit der neuesten Produktionsserie eingeführt wurde, sodass diese Neuerungen ausschließlich in neu produzierten Fahrzeugen verfügbar sind. Ein neuer App-Store im Fahrzeug macht zusätzliche Anwendungen direkt über das Infotainmentsystem verfügbar, darunter Škoda Apps, ausgewählte Apps von Drittanbietern wie Spotify und YouTube sowie zahlreiche Apps aus Kategorien wie Audio- und Video-Streaming, Casual Games, Nachrichten, Wetter und mehr.

Zum ersten Mal werden Škoda Modelle auch über einen digitalen Fahrzeugschlüssel verfügen. Sobald das Smartphone mit dem Fahrzeug gekoppelt und in der MyŠkoda-App eingerichtet wurde, können Nutzer das Fahrzeug mit ihrem Smartphone ver- und entriegeln sowie starten. Nach der Zuweisung in der MyŠkoda-App können sie den Zugang über die integrierte Wallet-App des Smartphones an andere Personen (z. B. Familienmitglieder) weitergeben.
Powerpass, der hauseigene Ladeservice von Škoda, ist nun direkt in das Navigationssystem integriert. Er zeigt Bewertungen und Preise von Ladestationen an und ermöglicht die Autorisierung des Ladevorgangs direkt über den Navigationsbildschirm. Zu den Suchfiltern gehören 20 ausgewählte Anbieter, die Ladeleistung und die Verfügbarkeit. Nutzer können Listen von bevorzugten Ladestationsbetreibern (CPOs) erstellen und solchen, die sie meiden möchten. Derzeit sind über Powerpass 1.000.000 öffentliche Ladepunkte in 28 europäischen Ländern zugänglich. Die Navi-Karten des Fahrzeugs bieten nun auch die Google‑Online‑Suche, Satellitenkarten und eine Übersicht über POIs (Points of Interest) entlang der Route. Plug & Charge ermöglicht zudem die Autorisierung an kompatiblen Heim‑Wallboxen.
MyŠkoda bietet nun Fahrdaten, einschließlich des Energieverbrauchs, als Ergänzung zur Ladeübersicht und zum Ladeverlauf. Laura, die digitale Begleiterin, unterstützt die Routenplanung für Elektrofahrzeuge, indem sie verschiedene Google-POI-Kategorien (wie Restaurants, Cafés, Hotels, Supermärkte und Sehenswürdigkeiten) mit den notwendigen Ladestopps kombiniert. Die Routenführung kann über das Navigationssystem im Fahrzeug gestartet, gestoppt oder bearbeitet werden. Favoriten und Listen mit den zuletzt angefahrenen Zielen werden zwischen MyŠkoda und dem Fahrzeug synchronisiert.
Mit der Funktion Vehicle-to-Load (V2L) kann das Fahrzeug externe Geräte mit Strom versorgen, die über einen Ladeanschlussadapter oder eine 230-Volt-Steckdose im Gepäckraum angeschlossen sind – beispielsweise für Campingausrüstung, Elektrowerkzeuge und E-Bikes. Das One Pedal Driving bietet zwei Rekuperationsstufen für die Bremsenergierückgewinnung im B-Modus, was beim Loslassen des Gaspedals ein Abbremsen des Fahrzeugs bis zum Stillstand ermöglicht. Die Stufen werden über das Infotainmentsystem oder die Wippen am Lenkrad eingestellt.
Zu den Modelljahresänderungen bei Elroq und Enyaq gehört ein 21-Liter-Gepäckraum (Frunk) unter der Fronthaube, die für ein leichtes Öffnen und Schließen mit Gasdruckfedern ausgestattet wird. Die belüftete Telefonbox unterstützt kabelloses Laden mit Magnetring (für MagSafe, Pixelsnap und Magnetring-Hüllen) bis zu 25 W, während USB-C-Anschlüsse im vorderen und im hinteren Bereich weiterhin bis zu 45 W bieten. Gleichzeitig bringt Škoda Auto mit der neuen Infotainment App ‚Tips‘ die Simply Clever-Funktionen in die digitale Welt. Sie hilft den Nutzern, durch kurze Anleitungen, Benachrichtigungen und Videos Fahrzeugfunktionen zu entdecken, die sie noch nicht ausprobiert haben.
Der Travel-Assistent 3.0, umfassend aktualisierte Radarsysteme und Sensoren sowie erweiterte Online-Dienste sorgen für eine präzisere Spurführung, eine sanftere Geschwindigkeitsregelung und umfangreichere Sicherheitsfunktionen. Alle Sensoren wurden auf Hardware- oder Softwareebene verbessert, um eine stabilere Datenerfassung für die Assistenzsysteme zu gewährleisten. Der Spurwechsel-Assistent wurde weiter verfeinert, und der Notfallassistent mit automatischem Spurwechsel auf Autobahnen kann das Fahrzeug auf den Pannenstreifen lenken, wenn der Fahrer nicht reagiert.
Neue Radarsensoren in den Ecken der vorderen und hinteren Stoßfänger verbessern den Kreuzungs-Assistenten. An komplexen Kreuzungen mit eingeschränkter Sicht erkennt er von der Seite herannahende Pkw, Motorräder, Fahrräder und E-Scooter. Eine neue Innenraumkamera im Gehäuse des Innenspiegels ermöglicht eine bessere Überwachung der Aufmerksamkeit und Müdigkeit mittels Eye-Tracking. Das Tagfahrlicht verfügt nun über eine zusätzliche Stufe für Tageslichtbedingungen mit schlechten Sichtverhältnissen (z. B. bei starker Bewölkung, in der Morgen- oder Abenddämmerung), in der zusätzlich zum Tagfahrlicht auch die Heckleuchten aktiviert werden.
Die Modelle Škoda Elroq 60 und Enyaq 60 werden im Rahmen des anstehenden Modelljahreswechsels mit LFP-Batterietechnologie ausgestattet. Diese Lösung bietet insbesondere für preisgünstigere Varianten von Elektrofahrzeugen mehrere Vorteile: Sie ist kostengünstig, verfügt über eine lange Lebensdauer und ermöglicht eine Flexibilität beim täglichen Laden, die den typischen Nutzungsgewohnheiten und der urbanen Mobilität entspricht. Die neu eröffnete LFP-Batterieproduktionslinie (Cell-to-Pack) in Mladá Boleslav, die seit Ende Februar 2026 in Betrieb ist und Hochvolt-Batterien für zukünftige Škoda Elektromodelle sowie andere Elektrofahrzeuge verschiedener Konzernmarken liefert, macht das Werk zum größten Hersteller von BEV-Batteriesystemen innerhalb des Volkswagen Konzerns.
Das kompakte Elektro-SUV hat in seinem ersten vollen Marktjahr 2025 alle Erwartungen übertroffen: Mehr als 112.000 Einheiten wurden produziert und über 150.000 Bestellungen verzeichnet, wobei der Elroq 85 mehr als die Hälfte der Bestellungen ausmachte. Der Škoda Elroq führt die BEV-Märkte in der Tschechischen Republik, Dänemark, den Niederlanden und der Slowakei an und rangiert in Österreich, Finnland und der Schweiz unter den Top 3. Im Jänner 2026 wurde der Elroq mit mehr als 8.000 verkauften Einheiten zum meistverkauften Elektromodell in Europa und legte in Deutschland als jeweils meistverkauftes Elektrofahrzeug im Januar und Februar 2026 stark zu. In Österreich rangiert der Elroq aktuell auf Platz 2 in den Elektrocharts.
| Elroq 60 | Elroq 85 | Elroq 85x | Elroq RS | ||
| Gesamt-/Netto-Batteriekapazität | [kWh] | 61/58 | 82/77 | 82/77 | 82/77 |
| Max. DC-Ladeleistung[i] | [kW] | 105 | 165 | 165 | 165 |
| Ladezeit 10–80 %2 | [min] | 26 | 29 | 29 | 29 |
| Maximale Leistung[1] | [kW] | 140 | 210 | 220 | 250 |
| Höchstgeschwindigkeit | [km/h] | 160 | 180 | 180 | 180 |
| Beschleunigung 0–100 km/h | [s] | 8,5 | 6,6 | 6,2 | 5,4 |
| Anhängelast gebremst bei 12 % Steigung | [kg] | 1.000 | 1.800 | 1.800 | 1.800 |
Das elektrische Flaggschiff der Marke, der Enyaq, verzeichnet starke Verkaufszahlen in Europa und ist dort das siebtmeistverkaufte Elektrofahrzeug. Die größten Einzelmärkte für die Enyaq-Modellreihe sind Deutschland, die Niederlande und Großbritannien. Seit Produktionsbeginn im Jahr 2020 wurden insgesamt mehr als 300.000 Škoda Enyaq und Škoda Enyaq Coupé an Kunden ausgeliefert.
| Enyaq 60 (Coupé) | Enyaq 85 (Coupé) | Enyaq 85x (Coupé) | Enyaq RS (Coupé) | ||
| Gesamt-/Netto-Batteriekapazität | [kWh] | 61/58 | 82/77 | 82/77 | 82/77 |
| Max. DC-Ladeleistung1 | [kW] | 105 | 165 | 165 | 165 |
| Ladezeit 10–80 %1 | [min.] | 26 | 29 | 29 | 29 |
| Maximale Leistung2 | [kW] | 140 | 210 | 220 | 250 |
| Höchstgeschwindigkeit | [km/h] | 160 | 180 | 180 | 180 |
| Beschleunigung 0–100 km/h | [s] | 8,6 | 6,6 | 6,3 | 5,4 |
| Anhängelast gebremst bei 12 % Steigung | [kg] | 1.000 | 2.000 | 2.000 | 2.200 |
| Stützlast | [kg] | 88 | 88 | 88 | 88 |
1) Die angegebene maximale Peak-Ladeleistung kann u.a. bei einem Ladevorgang von 10 bis 80% Ladezustand und ca. 23°C Umgebungs- und Batterietemperatur an einer Ladestation mit entsprechender Ladeleistung erreicht werden.
2) Leistungsinformation: Die Maximalleistung (höchste Nutzleistung des Elektromotors) wird gemäß UN-GTR.21 ermittelt und gibt an, wie viel Leistung (Kilowatt) temporär zur Verfügung gestellt werden kann, wenn die Hochvolt-Batterie ihren höchstmöglichen Ladezustand (SoC) erreicht hat und innerhalb ihres optimalen Temperaturbereichs arbeitet. Die verfügbare Leistung variiert je nach Fahrsituation und wird von verschiedenen Faktoren wie beispielsweise Umgebungstemperatur, Konditionierungs-, Lade- und Temperaturzustand oder physikalische Alterung der Hochvolt-Batterie beeinflusst.