Cake Artist Sophia Stolz mit ihrer Tortenkreation vor "Der Kuss" von Gustav Klimt im Belvedere

Weltkultur kulinarisch interpretiert: Österreich Werbung startet Kampagne „eatArtists“

Vier Kulinarik-Persönlichkeiten, drei kulinarische Schaffensprozesse, vier Märkte – ab 7. September in den USA, Italien, Spanien und der Schweiz.

  • Neue ÖW-Kampagne „eatArtists“: Österreichs Kunst- und Kulturgeschichte als Inspiration für drei kulinarische Interpretationen
  • Sophia Stolz, Julia Zotter, Philip Rachinger und Paul Ivić interpretieren Klimt, Mozart und Nitsch
  • Start mit drei Kampagnen-Videos in den Fokusmärkten USA, Italien, Spanien und Schweiz

Die Österreich Werbung (ÖW) startet heute mit „eatArtists“ eine Kampagne, mit der Österreichs Kunstgeschichte auf den Teller gebracht wird. Vier Kreative aus Küche, Patisserie und Schokoladenmanufaktur lassen sich von Gustav Klimt, Wolfgang Amadeus Mozart und Hermann Nitsch inspirieren. Aus Werk und Haltung der drei entstehen drei kulinarische Interpretationen, die eigens für die Kampagne geschaffen wurden. Mit der Kampagne macht die ÖW Erlebnisse an der Schnittstelle von Kunst, Kultur und Kulinarik international sichtbar. Die drei Kampagnen-Videos sind auf austria.info/eatartists zu sehen.

Klimt, Mozart und Nitsch als Ausgangspunkt 

„eatArtists“ kopiert keine Kunstwerke auf den Teller, sondern greift die Haltung der drei Künstler auf. Klimt stellte sich gegen den etablierten Wiener Kunstbetrieb, Mozart löste sich vom Salzburger Hof und Nitsch ließ in seinem Orgien-Mysterien-Theater Malerei, Musik und Ritual zusammenfallen. Diesen Mut zum Bruch mit Konventionen findet die Kampagne heute in einer Generation österreichischer Kulinarik-Persönlichkeiten wieder, die Tradition als Ausgangspunkt und nicht als Vorgabe versteht.

Für „eatArtists“ hat sich Paul Ivić, Küchenchef des vegetarischen Wiener Restaurants „TIAN“, mit dem Werk von Hermann Nitsch beschäftigt und dabei bewusst nicht mit dessen bekannten Blutbildern, sondern mit seinem Bezug zur Natur.

„Da mich Nitschs Gemälde sehr faszinieren, ist es mir relativ leichtgefallen, mich in seine Werke hineinfallen zu lassen und seine Farbwelten in meiner Küche aufzugreifen. Die eigentliche Herausforderung für mich war aber, dem gerecht zu werden, was hinter seinen Bildern steckt, und genau diese Gedankenwelt in meinem Gericht spürbar zu machen“, sagt Ivić. 

Drei Künstler, drei kulinarische Interpretationen

  • Klimt. Die Wiener Cake Artist Sophia Stolz gestaltet essbare Skulpturen für internationale Modehäuser. Für „eatArtists“ übersetzt sie „Der Kuss“ in eine Tortenskulptur aus Schokoladentorte, Zuckerblumen und Goldornamenten.
  • Mozart. Julia Zotter, seit März 2026 Chefin der steirischen Schokoladenmanufaktur Zotter, und Philip Rachinger vom „Ois im Mühltalhof“ in Neufelden nehmen die Mozartkugel auseinander. Neu zusammengesetzt wird sie zur rauchenden Zuckerglaskugel mit Sauerkirsche und Schoko-Lebermousse.
  • Nitsch. Paul Ivić antwortet mit drei Grundprodukten: Ei, Kartoffel und Zwiebel. Sein Gericht stellt Farben und Formen der Natur in den Mittelpunkt.

„Kunst und Kulinarik sind in Österreich keine getrennten Welten: Beides lebt davon, dass jemand die Konvention infrage stellt. Genau daraus entsteht der Zugang, mit dem wir Österreich international als Kultur- und Kulinarikland positionieren“, sagt Sandra Stichauner, Chief Marketing Officer der Österreich Werbung.

Umsetzung in vier Märkten

Den Auftakt machen drei Hero-Videos für die Paid-Media-Bewerbung, gedreht in österreichischen Städten und im Umfeld von Kunst und Kultur. Dazu kommen Medienkooperationen mit ausgewählten Online- und Printmagazinen in den USA, Italien, Spanien und der Schweiz. In den USA und weiteren Kulinarik-Märkten der Österreich Werbung sind Events geplant. Im ersten Quartal 2027 folgt ein interaktives Presseevent mit Medienfahrten in Österreich, bei dem internationale Medienvertreter:innen die Kulinarik-Persönlichkeiten und ihre Gerichte vor Ort erleben können. Für 2027 ist zusätzlich eine Verlängerung der Kampagne geplant.

Kulinarik als Wertschöpfungstreiber für den Tourismusstandort

Für die internationale Positionierung Österreichs als Tourismusland ist die Kampagne ein starker Hebel. Laut ÖW-Kulinarikstudie 2026 haben 64 Prozent der US-Reisenden ihr Reiseziel schon einmal ausdrücklich wegen der Kulinarik gewählt, 78 Prozent sind bereit, im Urlaub für gute Kulinarik mehr zu bezahlen. In der Schweiz spielt die Kulinarik für die Hälfte der Befragten bei der Entscheidung für einen Österreich-Urlaub eine Rolle, vier von zehn Schweizer Reisenden haben bereits in einem Restaurant mit MICHELIN Stern gegessen. Kulinarikreisende suchen zudem überdurchschnittlich häufig kulturelle und ausflugsbezogene Erlebnisse – genau jene Verbindung, die „eatArtists“ bespielt. 

Fakten zu den Beteiligten

Sophia Stolz, Cake Artist, Wien · Julia Zotter, Zotter Schokoladen, Riegersburg · Philip Rachinger, „Ois im Mühltalhof“, Neufelden: zwei MICHELIN Sterne, vier Gault&Millau-Hauben, 96 Falstaff-Punkte · Paul Ivić, „TIAN“, Wien: ein MICHELIN Stern, vier Gault&Millau-Hauben, 96 Falstaff-Punkte

Weitere Informationen zur Kampagneaustria.info/eatartists