Bühne frei für 25 Jahre Vestibül: Die Wiener Sciety trifft sich am Ring
Das Restaurant Vestibül im Burgtheater feierte sein 25-jähriges Bestehen und versammelte dazu zahlreiche Persönlichkeiten aus Kultur, Gastronomie, Wirtschaft und Politik im stilvollen Ambiente des Hauses. Rund 150 geladene Gäste folgten der Einladung an den Universitätsring und erlebten einen genussvollen Abend, der nicht nur einen Blick auf die Geschichte des Hauses warf, sondern vor allem seine lebendige Gegenwart zeigte.
Doppeljubiläum im Burgtheater
25 Jahre Vestibül und was für ein Vierteljahrhundert es war. Gastgeberin Veronika Doppler begrüßte ihre Gäste mit Wärme und Haltung und traf in ihrer Ansprache den Ton des Abends auf den Punkt: „25 Jahre Vestibül sind vor allem eine Geschichte von Begegnungen und von Menschen, die diesen Ort geprägt haben.“
Dass das Jubiläum des Vestibüls ausgerechnet in das Jahr fällt, in dem das Burgtheater seinen 250. Geburtstag feiert, verleiht dem Abend eine besondere Note. Stefan Bachmann, künstlerischer Direktor des Burgtheaters, nahm das Wort und machte deutlich, was Bühne und Tisch seit einem Vierteljahrhundert verbindet. . Zwei Häuser, zwei Jubiläen, ein Abend und das unverkennbare Gefühl, dass beides seit jeher zusammengehört.
Wien, wie es leibt und lebt
Wer am Dienstagabend im Vestibül war, erlebte Wien von seiner charmantesten Seite. An den Tischen mischten sich bekannte Gesichter aus Medien, Gastronomie und Wirtschaft. Darunter Doris Felber, Melanie Kretschmann, Gerald Grünberger sowie Szenegrößen wie Ossi Schellmann und Ludwig Starkl. Auch Rainer Nowak, Hans Mahr, Christine Wellanschitz und Michael Weber waren Teil des Abends und trugen zur besonderen Atmosphäre bei.
Dörte Lyssewski, Maria Happel, Max Simonischek und Roland Koch gaben dem Abend sein Theaterflair. Karin Bergmann, interimistische Intendantin der Salzburger Festspiele, gesellte sich ebenfalls dazu.
Die Weinwelt hatte ihre schwersten Geschütze aufgefahren: Fritz Wieninger, dessen Weingut den Vestibül-Schankwein liefert, sowie, zumindest im Glas, Willy Bründlmayer und Berthold Salomon. Gernot Heinrich und Heinz Velich komplettierten das hochkarätige Aufgebot. Dass dabei auch im Glas alles stimmte, versteht sich von selbst.
Martina Hohenlohe, Herausgeberin des Gault&Millau, ließ sich das Treiben mit wachem Blick nicht entgehen. Auch die Politik ließ sich den Abend nicht entgehen. Nationalratsabgeordneter Veit Dengler und Werner Amon komplettierten die Gästeliste.
Was den Abend aber wirklich ausmachte, war nicht die Prominenz allein, es war die Leichtigkeit, mit der all das zusammenkam. Gegensätze, die in Wien eigentlich keine sind: Schauspieler und Winzer, Politiker und Kabarettisten, alle an einem Tisch. In entspannter Atmosphäre wurde genetzwerkt, angestoßen und gefeiert. Ganz im Sinne eines Hauses, das seit 25 Jahren genau das kann: Menschen zusammenbringen.
Torte, Wildschwein und späte Stunden
Beim Tortenanschnitt löste sich jede verbliebene Förmlichkeit in Applaus und gute Laune auf. Champagnergläser klangen aneinander, die Stimmung war ausgelassen und Küchenchef Christoph Schuch ließ Taten sprechen. Gang für Gang bewies die Küche, warum Wiener Handwerk keine Erklärung braucht, vom Gabelbissen und Flußwels über Szegediner Hummerkrautfleisch bis zum Wildschwein Bratl und Wiener Backfleisch. Genau so, wie Doppler es versprochen hatte: Es zahlt sich aus, sitzen zu bleiben.
Ein Aufbruch, der nach vorne schaut
25 Jahre sind Grund zum Feiern. Aber Veronika Doppler blickt lieber nach vorne. Mit der Neuausrichtung zu „Schank & Tafel“ startet das Vestibül in ein neues Kapitel: die Schank als offener Treffpunkt am Ring, die Tafel als Ort für Wiener Küche auf Haubenniveau im Marmorsaal. Zwei Orte, ein Gedanke und ein Haus, das bleibt, was es immer war: ein Ort, an den man gerne kommt und noch lieber bleibt.
Über das Vestibül
Schank und Tafel, Kutscheneinfahrt und Marmorsaal, zwanglos und gehoben: das Vestibül vereint Gegensätze, die in Wien eigentlich keine sind. Seit 25 Jahren, mitten am Ring, vis-à-vis des Rathauses, im Sommer mit Gastgarten. Grund genug, einfach hereinzukommen, in die Schank, in die Tafel, oder beides.