Wiener Mittwochsgesellschaft des Handels in Alpbach: Warum Gastronomie in Zukunft wichtiger wird, denn je
Zukunftsforscher Matthias Horx: Digitalisierung erzeugt den Wunsch nach realen Begegnungen - Third Places werden gesellschaftlich wichtiger.
METRO: Eine lebendige Gastronomie ist für eine offene Gesellschaft unverzichtbar – Die Zukunft liegt in der Verbindung von Effizienz und Gastlichkeit.
Zukunftsforscher Matthias Horx: Digitalisierung erzeugt den Wunsch nach realen Begegnungen – Third Places werden gesellschaftlich wichtiger.
METRO: Eine lebendige Gastronomie ist für eine offene Gesellschaft unverzichtbar – Die Zukunft liegt in der Verbindung von Effizienz und Gastlichkeit.
Alpbach (3. September 2026) – Bereits zum zehnten Mal war METRO Österreich mit der „Wiener Mittwochsgesellschaft des Handels – Edition Alpbach“ beim Europäischen Forum Alpbach vertreten. Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung stand die Zukunft von Gastronomie und Hotellerie und damit eine Branche, die weit über ihre wirtschaftliche Bedeutung hinaus eine wichtige gesellschaftliche Funktion erfüllt. Gemeinsam mit Zukunftsforscher Matthias Horx, Ivonne Bollow, Senior Vice President Corporate Communications, Public Policy & Responsibility der METRO AG, Gero Dittrich, Geschäftsführer der METRO Cash & Carry International Holding GmbH, und Marcus Kratzsch, Head of Sales von METRO Österreich und Gästen aus Wirtschaft und Politik wurde darüber diskutiert, wie sich die Branche verändern muss und warum persönliche Begegnungsorte für die Gesellschaft wichtiger denn je sind.
Gastronomie als Gegenpol zur digitalen Einsamkeit
Matthias Horx stellte in seiner beeindruckenden Keynote u.a. die These auf, dass Zukunft nicht mehr linear entlang von Megatrends verlaufe. Vielmehr entstehe sie aus dem Zusammenspiel von Trend und Gegentrend. „Digitalisierung erzeugt den Wunsch nach Haptik. Individualisierung erzeugt die Sehnsucht nach Gemeinschaft. Globalisierung steigert die Bedeutung von Lokalität. Die Zukunft liegt nicht im Entweder-oder, sondern in der intelligenten Verbindung dieser Gegensätze“, so Horx. Besonders hervor hob er die zunehmende gesellschaftliche Vereinsamung, die er als „Relationship Recession“ beschreibt. Trotz ständiger digitaler Vernetzung wachse die Sehnsucht nach echten Begegnungen und Zugehörigkeit. „Früher wuchsen Menschen in Gemeinschaften auf und suchten Individualität. Heute wachsen wir als Individualisten auf, die ihre Gemeinschaft suchen.“ Gastronomie werde zur sozialen Infrastruktur, so Horx.
METRO: Gastronomie ist wichtiger Pfeiler zum Erhalt der Demokratie
Für METRO ist die Gastronomie das Herzstück des eigenen Geschäftsmodells und zugleich ein zentraler Bestandteil einer funktionierenden Gesellschaft. Millionen Menschen begegnen einander täglich in Restaurants, Cafés, Wirtshäusern und Heurigen. Diese Orte schaffen soziale Nähe, fördern Austausch und ermöglichen den Dialog zwischen unterschiedlichen Menschen und Generationen.
Ivonne Bollow: „Eine lebendige Gastronomie ist für eine offene Gesellschaft unverzichtbar. Denn Menschen suchen heute nicht nur gutes Essen, sondern Orte, an denen sie zusammenkommen, Zeit miteinander verbringen und gemeinsame Erinnerungen schaffen können. Dazu kommt: Wo Menschen gemeinsam am Tisch sitzen, entsteht Kommunikation und damit genau das, was eine demokratische Gesellschaft braucht: Austausch und unterschiedliche Meinungen. Für METRO bedeutet die Unterstützung der Gastronomie deshalb auch, in die gesellschaftliche Zukunft zu investieren. Wir wollen nicht nur wirtschaftlicher Partner der Gastronomie sein, sondern auch die Rahmenbedingungen und den öffentlichen Dialog über die Zukunft der Branche mitgestalten. Die Gastronomie ist aus unserer Sicht ein wichtiger Pfeiler zum Erhalt der Demokratie.“
Der Tisch als Gegenpol zur digitalen Welt
In der Diskussion wurde deutlich, dass die Zukunft nicht in einem Gegensatz von digital und analog liegt, sondern in deren Verbindung. „Digitale Kanäle helfen dabei, Gäste zu erreichen, zu informieren und ins Lokal zu bringen. Der eigentliche Wert entsteht jedoch dort, wo Menschen einander begegnen – am Tisch“, fasste Marcus Kratzsch zusammen. Gastronomen würden künftig verstärkt zu Gastgebern, Community-Buildern und Erlebnisgestaltern. Digitale Lösungen könnten Sichtbarkeit und Effizienz schaffen, echte Gastfreundschaft und persönliche Begegnungen jedoch nicht ersetzen.
METRO ist Partner der Gastronomie
Für METRO ergibt sich daraus ein erweitertes Verständnis der eigenen Rolle. Der Großhändler unterstützt Gastronominnen und Gastronomen nicht nur mit Produkten und Services, sondern begleitet sie als Partner bei der Weiterentwicklung ihrer Geschäftsmodelle. Gero Dittrich: „Unser Anspruch und täglicher Antrieb ist es, Partner der Gastronomie zu sein. Wer Gastronomie stärkt, stärkt Begegnung. Wer Begegnung stärkt, stärkt Gemeinschaft und somit den gesellschaftlichen Zusammenhalt.“
Die „Wiener Mittwochsgesellschaft des Handels – Edition Alpbach“ ist seit 2017 eine exklusive Netzwerkveranstaltung von METRO Österreich mit ausgewählten Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Im Rahmen des Europäischen Forum Alpbach werden in persönlicher Tischgespräch-Atmosphäre aktuelle Themen, Entwicklungen, Herausforderungen und Chancen von Handel und Gastronomie diskutiert. Inhaltlich orientiert man sich dabei immer am EFA-Jahresthema – heuer „How Europe wins“ – verknüpft mit einer Prise METRO.